Keine Angst vor neuen Zielen

Der Mann mit den guten Ideen: Peter Rettig.

Die Carina 20 aus den 1970er-Jahren liegt in einem kleinen Hafen zwischen Berlin und Potsdam. Peter Rettig hat sie auf den Namen „Chaos“ getauft. Sobald er die Leinen losmacht und sich mit seinem Segelboot auf den See zurückzieht, fällt alles, was ihn über den Tag beschäftigt hat, von ihm ab. Er kommt zur Ruhe. „Stress hat Angst vor Wasser“ sagt er.

Stress und Chaos sind keine unbekannten Größen im Leben von Peter Rettig. Doch der gebürtige Berliner versteht es, mit Ausdauer und Gelassenheit immer wieder kreative Wege aus schwierigen Situationen zu finden – im Privaten genau wie im Beruf. Seit über 35 Jahren ist er nun schon bei Gegenbauer, in dieser Zeit hat er viel erlebt. Los ging es als Auszubildender in der Glas- und Gebäudereinigung. „Steglitzer Kreisel, Fassadengondel, 27. Stock – großartig!“ Später war er unter anderem als Vertriebsmitarbeiter, damals noch Vertreter genannt, für einen Teil des Bezirks Charlottenburg verantwortlich und hat sich als Assistent der Leitung der Glas- und Fassadenabteilung einen breiten Erfahrungsschatz im Bereich Fassaden erarbeitet.

Heute ist Peter Rettig als Fachkraft für Arbeitssicherheit und Anwendungstechniker in Berlin beschäftigt. In der erstgenannten Funktion ist er für die Einschätzung und Beurteilung von Gefährdungssituationen verantwortlich, unter besonderer Beachtung der gesetzlichen Grundlagen.

„Steglitzer Kreisel, Fassadengondel, 27. Stock – großartig.“

Peter Rettig ist ein Tüftler, immer auf der Suche nach der besten Lösung. Zum Beispiel, als es vor einigen Jahren darum ging, ein architektonisch bemerkenswertes, jedoch schwierig zu reinigendes Glasdach zu säubern. Das Fraunhofer Institut für Automatik und Robotik hatte die Idee, dass ein mit Helium gefüllter, zehn Meter langer und fünf Meter breiter Ballon in Fischform unter dem Dach schweben und mithilfe einer Schreitkinematik die Fenster reinigen könnte. Angesichts des sechsstelligen Entwicklungsbetrags lehnte der Auftraggeber jedoch dankend ab, Peter Rettig entwickelte mit einer Kletterfirma ein neues Konzept: Bohrungen, in regelmäßigen Abständen in die Fensterrahmen eingelassen, sollten ermöglichen, dass sich die Höhenarbeiter in einem Fallschirmspringersitz einhängen und von Fenster zu Fenster über den gesamten Dachraum fortbewegen können.  Die Reinigung erfolgt heute mit speziellen Klettersitzen die das Überkopfarbeiten erleichtern.

Im Idealfall allerdings arbeitet Peter Rettig schon in der Planungsphase mit Architekturbüros zusammen, um rechtzeitig auf besondere Anforderungen hinweisen zu können. So lief es beispielsweise bei der Dachkonstruktion des Sony Centers in Berlin: Bei diesem Projekt war Peter Rettig schon früh eingebunden und entwickelte ein Reinigungskonzept. Gegenbauer betreute dieses Objekt anschließend für mehr als zehn Jahre. Es passte einfach.

Aufgewachsen ist Peter Rettig in Berlin-Tempelhof. Seine Leidenschaft fürs Wasser vererbte ihm sein Vater, der ihm schon in jungen Jahren auf einem Schärenkreuzer das Segeln beigebracht hat. Im Laufe der Jahre erwarb er dann verschiedene Bootsführerscheine – und etliche Boote, mit und ohne Segel. Im Urlaub paddelt Peter Rettig auch gern mal für zwei Wochen allein im Kajak durch die Brandenburger Seenlandschaft. Vor Kurzem hat er sich einen großen Traum erfüllt: ein neues Motorrad, mit dem er auch reisen unternimmt. Vielleicht schippert er aber auch mal auf dem Boot Richtung Mittelmeer. Ganz ohne Stress.

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